Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freunde des Schleswig-Holsteinischen Freilichtmuseums!
Wir freuen uns, dass Sie unsere Homepage besuchen und sich über das Freilichtmuseum und die aktuellen Veranstaltungen informieren möchten.
Für die Saison haben wir ein neues Programm zusammengestellt und uns bemüht, wieder interessante und abwechslungsreiche Veranstaltungen zu planen. Dazu gehören sonntägliche Sonderführungen, Workshops bei unseren Museumshandwerkern und Gastreferenten, Ausstellungen, Aufführungen der Niederdeutschen Bühne, ein Konzert im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals und vieles mehr. Das komplette Angebot finden Sie auf unserer Homepage unter "Programm".
Auf dieser Seite finden Sie dazu stets ausführliche Informationen über die Veranstaltungen am Wochenende sowie über unsere Ausstellungen.
Ob Sie das Museum alleine besuchen, mit der Familie oder mit Freunden - Sie alle erwartet immer ein spannender und und erlebnisreicher Tag im größten Freilichtmuseum Norddeutschlands!
"Schauen Sie doch öfter mal rein!" Ein Spaziergang durch die herrliche Landschaft ist zu jeder Jahreszeit schön!
Das Team aus dem Museum freut sich auf Ihren Besuch!
Wozu bauen wir Museen?
Dass die Menschen in sie gehen!
Aber ach, die schöne Pflicht, die erfüllen viele nicht!
Mancher Bürger denkt sich still;
ich kann hingehen, wann ich will.
Das Museum läuft nicht fort -
und bis heut war er nicht dort,
gerade weil in seiner Stadt
er es vor der Nase hat.
(Eugen Roth, Der letzte Mensch, 1964)
Fotos: G. Rehr-Unrath
Veranstaltungen am 16. und 17. Mai
16. Mai, 11-16 Uhr: Milchverarbeitung nach alten Methoden
Detlef Möllgaard erklärt (jeweils zur vollen Stunde) in der historischen Meierei die Milchverarbeitung nach alten Methoden.
Klöppeln ist eine Handarbeitstechnik, bei der mittels Klöppel (spindelförmige, meist aus Holz gefertigte „Spulen“) und dem daran aufgewickelten Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt werden. Die Herstellung der Handklöppelspitze beruht auf einem systematischen Wechsel von Verdrehen-Verkreuzen-Verknüpfen-Verschlingen von Fäden im Mehrfachsystem. Grundlage für die Fertigung einer jeden „Echten Spitze“ bildet die Mustervorlage, der Klöppelbrief. Von der Vielzahl der Handklöppler gibt es nur sehr wenige, die in der Lage sind, neue Muster zu entwerfen und zu entwickeln. Diese Entwürfe sind und waren stets die Grundvoraussetzung für die Herstellung einer Handklöppelspitze. Stricken ist die Herstellung von Maschen mit Hilfe eines Faden oder Garns sowie zweier oder mehrerer Nadeln. Gestricke sind im Vergleich mit Geweben schwerer und durchsichtiger. Dafür sind sie besser drapierbar, sie passen sich Körperformen einfach an.
Bandweberei, auch Bandwirkerei genannt, ist eine Technik zur Herstellung von breiten Bändern und schmalen Textilien mit beidseitig festen Kanten. Bandweben ist eine sehr alte Technik, die schon
in der Bronzezeit (1800-800 v.Chr.) bekannt war, denn Bänder waren ein fester Bestandteil der Kleidung. Durch Gräberfunde ist belegt, dass
Frauen ihre Röcke mit gemusterten Gürteln in Bandweberei fest- und zusammenhielten.
(Textbausteine und Foto des Klöppelkissens aus Wikipedia)
Veranstaltungen am 20. Mai
Internationaler Museumstag - Motto: „Welt im Wandel - Museen im Wandel
Ziel des Internationalen Museumstages ist, auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der etwa 6.500 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen. Im Jahr 1977 ins Leben gerufen, möchte der Internationale Museumstag den Museen und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in aller Welt die Möglichkeit geben, gemeinsam auf die Bedeutung ihrer Arbeit als Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben hinzuweisen, und gleichzeitig Besucherinnen und Besucher ermuntern, die in den Einrichtungen bewahrten
Schätze zu erkunden.
10-17 Uhr: Altes Handwerk
Die Museumshandwerker sind in ihren Werkstätten
aktiv, geben Auskünfte und leiten interessierte Besucher beim Ausprobieren von alten und immer noch aktuellen Arbeitstechniken an.
Aktionen an der Reeperbahn mit B. Heitmann zum
Jubiläum „200 Jahre Reepschlägerei Reinhardt aus Glückstadt“.
11 Uhr: Die Gärten im Freilichtmuseum
M. Lienau stellt den Bauern- und Küchenkräutergarten vor und spricht über die biologisch-dynamische
Bestellung.
11-14 Uhr: Meierei unter Dampf
11-17 Uhr: „Die kleine Kaffeerösterei“.
A. Schlüter berichtet über das beliebte Heißgetränk und führt das Rösten von Kaffee vor.
15 Uhr: „Ehe der Hahn dreimal kräht ...“
Abenteuerliche Erlebnisführung mit Improvisationstheater und allen Sinnen mit J. Nielsen.
Vorschau 27. u. 28. Mai
27. Mai: ab 11 Uhr: Kutschentag
28.: Deutscher Mühlentag
Ausstellungen 2012
6. Mai - 30. September
Frauenbilder - Lebensmomente
Eine Ausstellung des Landfrauenarchivs im Schleswig-Holsteinischen Freilichtmuseum
Die Ausstellung zeigt Lebensmomente von Frauen auf dem Land in Schleswig-Holstein seit den Anfängen der privaten Fotografie um 1870. Sie umfasst das breite Spektrum weiblicher Lebensphasen und Aufgaben in ländlichen Familien und Betrieben von der Kindheit bis ins Alter. Dabei zeichnen die Bilder die Entwicklung des Lebens und Arbeitens bis heute, bis zur modernen Landfrau mit „Herdenmanagerin“-Zertifikat, nach.
Es werden aber auch Frauen vorgestellt, die andere Lebenswege einschlugen, wie das „Fräulein Lehrerin“, das bei einer Heirat damals noch den Beruf hätte aufgeben müssen, oder jene Händlerin, die während des Krieges die Räder ihres Autos sehr gut versteckte, damit keiner es beschlagnahmte und die so eine der ersten war, die nach 1945 wieder fahren konnte.
Ergänzend zu den Fotos finden sich neben kurzen informativen Texten persönliche, anrührende oder humorvolle Erinnerungen und Geschichten, die Abläufe erklären und Lebenssituationen beleuchten.
Zur Ausstellung ist gleichnamiger Bildband im Wachholtz-Verlag, Neumünster, erschienen.
Ganzjährig:
Fremdes Zuhause. Flüchtlinge und Vertriebene in Schleswig-Holstein nach 1945
Mit Ende des Zweiten Weltkrieges kamen ca. 12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene nach Westdeutschland. Schleswig-Holstein hatte den höchsten Anteil an neuen Mitbürgern aufzunehmen. Die Neuankömmlinge wurden in Barackenlagern, sogenannten Nissenhütten, Schulen, Kasernen, öffentlichen Räumen, Hotels und Gasthäusern unter-gebracht oder bei Einheimischen einquartiert.
Archiv Kreis Ratzeburg
Die Ausstellung thematisiert die Eingliederung der Vertriebenen und zeigt anhand von Zeitzeugenerzählungen, Tagebüchern, Flüchtlingsausweisen und Fotos, wie sich die Menschen in Schleswig-Holstein einlebten, mit ihrer Situation arrangierten und Schleswig-Holstein zu ihrem neuen Zuhause werden ließen.
Landesarchiv SH,Abt. 2003.2, 2144
Mit »kiek an« immer auf dem Laufenden...
Das Schleswig-Holsteinische Freilichtmuseum stellt ab Mai 2006 einen »elektronischen Rundbrief« als Newsletter per E-Mail zur Verfügung. Aktuelle Veranstaltungen, interessante Ausstellungen und geplante Vorhaben und aus der Arbeit des Fördervereines werden in diesem Newsletter vorgestellt.
Geplant sind drei bis fünf Ausgaben pro Jahr in loser Folge – diese Informationen sind natürlich für alle Empfänger kostenlos.
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